Inside WikiLeaks: Meine Zeit bei der gefahrlichsten Website by Daniel Domscheit-Berg, Tina Klopp

By Daniel Domscheit-Berg, Tina Klopp

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Ich holte ihn auch nie vom Flughafen ab oder vom Bahnhof, er schlug meistens irgendwo auf, klopfte spät abends an der Tür oder bat mich kurzfristig an einen Treffpunkt. Ich weiß noch, wie wir uns Ende 2008 nach langer Zeit das erste Mal wiedersahen und ich ihn in Berlin unten in der U-Bahn-Station »Rosa-Luxemburg-Platz« abholte. Er kam auf mich zu, wir umarmten uns fest. �Gut, dich zu sehen«, sagte er. �Finde ich auch«, antwortete ich. Ich hatte ihn gerne um mich. Ich wusste, er kämpfte für dieselbe Sache wie ich.

Wie hätte man es auch anders handhaben sollen? Man hätte uns sonst Parteilichkeit vorgeworfen. Ob es die Rechten traf oder die Linken, sympathische Menschen oder doofe, wir veröffentlichten alles. Höchstens Belangloses filterten wir heraus. Sicher gingen unsere Publikationen mitunter sehr weit, private E-Mails, die das Leben von unbeteiligten Dritten betrafen, waren nicht ausgenommen. Wir veröffentlichten zum Beispiel auch den Mailverkehr des Holocaust-Leugners David Irving. Damit vermasselten wir ihm indirekt seine Lesereise durch die Vereinigten Staaten.

Wohingegen selbst in unseren besten Zeiten bei WL nie mehr als eine Handvoll Leute mit den wichtigsten Aufgaben betraut war. Ehrlich gesagt, waren es über weite Strecken nur Julian und ich, die einen Löwenanteil der Arbeit erledigten. Wenn ein »Thomas Bellmann« oder ein »Leon aus dem Tech-Department« Mails beantwortete oder versprach, die Anfrage an die Rechtsabteilung weiterzugeben, dann war das niemand anderes als ich. Auch Julian arbeitete mit allen möglichen Namen. Ich werde immer noch gefragt, ob ich Kontakte zu Leuten aus dem Projekt vermitteln kann.

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